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Wie lokale Playlists das Hotelerlebnis verbessern

Eine HearDis!-Studie in Zusammenarbeit mit Motel One

Ein herausragendes Gästeerlebnis entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedenster Faktoren: Service, Interior Design, Lichtkonzept und Scent Design sind nur einige davon. Musik spielt eine entscheidende Rolle dabei, eine atmosphärische Stimmung zu erzeugen, noch bevor andere Gestaltungselemente bewusst wahrgenommen werden. Die spannende Frage ist: Was passiert, wenn die Musikauswahl eine hörbare Interpretation des Ortes ist, an dem man sich befindet? Und wie wäre es, wenn diese Musik direkt aus der Stadt oder dem Land stammt, in das man gereist ist?

HearDis! gestaltet seit langem kuratierte, lokale Custom Soundtracks für Motel One und The Cloud One Hotels. Die Playlists sind Teil des Anspruchs, Städte und ihre Identität ganzheitlich erlebbar zu machen. Mit dieser Musikstudie wurde erstmals systematisch und datenbasiert geprüft, wie lokale Musik das Ankommen und die Aufenthaltsqualität von Hotelgästen messbar beeinflusst.

Ob eine lokal angepasste Musikauswahl tatsächlich messbare Effekte auf das Hotelerlebnis und die Erfahrung von Hotelgästen hat, wurde noch nie untersucht - bis jetzt. 

Ob und wie weit lokale Musik die Meinung von Hotelgästen über ihr Reiseziel prägt, wurde bisher nicht fundiert untersucht. Zwar haben frühere Studien zu Musik im kommerziellen Umfeld die Bedeutung des Kontexts belegt (etwa dass französische Musik den Verkauf von französischem Wein fördert), sie konzentrierten sich jedoch hauptsächlich auf den Einzelhandel und verfolgten einen akademischen oder theoretischen Ansatz. Unsere Musikstudie hat den messbaren Einfluss lokaler Musik auf die Ankunft der Gäste und die Qualität ihres Aufenthalts unter realen Hotelbedingungen im Alltag analysiert.

Eine Studie aus der Praxis

Im Rahmen von OpenMusE haben Forschende von HearDis! und SINUS an sechs Motel One/Cloud One Standorten in Berlin, Hamburg, Paris and Wien eine Pilotstudie durchgeführt. In jedem Hotel wurden in zwei Untersuchungszeiträumen zwei verschiedene Arten von Playlisten gespielt:

Zunächst ein markengerechtes Musikprogramm ohne lokale Inhalte. Anschließend ein markengerechtes Musikprogramm mit lokalen Inhalten: Texte in der Landessprache, Bezug zur Stadt oder Songs von Künstler:innen aus der jeweiligen Stadt. 

Emotionale Wirkung messen

Gäste und Mitarbeitende bewerteten ihr Erleben per QR-Code Survey, ohne den Testzweck zu kennen. Diese Umfragen zeigen, welche Emotionen die unterschiedlichen Playlisten bei den Teilnehmenden erzeugen, insbesondere:

→ Ortsverbundenheit

→ Gästezufriedenheit

→ Impuls, Neues zu entdecken

Die Ergebnisse sind bemerkenswert:

Zentrale Erkenntnisse

Die Studie zeigt klare, signifikante Effekte lokalisierter Playlists auf die Guest Experience. Erstens verstärkt lokale Musik die emotionale Verbindung zur Destination massiv: Gäste mit lokalen Playlists fühlten sich fast dreimal so wahrscheinlich mit dem Ort verbunden wie Gäste mit nicht-lokalen Playlists.

Zweitens hebt lokale Musik die Aufenthaltsqualität messbar: Der Anteil der Gäste, die ihren Aufenthalt insgesamt als gut oder sehr gut bewerteten, stieg von 66 Prozent auf 79 Prozent, also um 13 Prozentpunkte.

Drittens erhöht lokale Musik Neugier und kulturelle Aktivierung: Die Inspiration, neue Songs oder Artists zu entdecken, wuchs von 27 Prozent auf 44 Prozent, um 17 Prozentpunkte.

Kurz gesagt: Wenn Hotels lokal klingen, fühlen sich die Gäste angekommen. Musik ist mehr als akustische Kulisse: Sie prägt Atmosphäre und Guest Experience nachhaltig. Diese Studie markiert einen Wendepunkt in unserem Verständnis von Musik im Hospitality-Bereich. Musik prägt, wie wir Orte erleben und wird so zur kulturellen Brücke zwischen Marke, Ort und Mensch.

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